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WIR SORGEN FÜR BEWEGUNG

Bewegte Gemeinde


Starrkirch-Wil bewegt sich: Die Idee hinter der Aktion im Jahr des Sports

Prof. Dr. Hugo SanerLiebe Einwohnerinnen
Liebe Einwohner

Als sich die Umweltkommission entschloss, im Uno-Jahr des Sports die Aktion <Starrkirch-Wil bewegt sich> zu lancieren, blieben zwei grosse Fragen offen:

Werden die Vereine und die privaten Anbieter mitziehen?

Die Antwort war überwältigend! Das Programmheft umfasste 165 Angebote - die tägliche Möglichkeit zum Streckenschwimmen nicht eingerechnet. Wer Lust (und Zeit) hatte, konnte sich zwischen dem 2. Mai und dem 10. Juli jeden Tag theoretisch mehr als drei Mal sportlich betätigen.

Blieb die zweite Frage:

Würden die Starrkirch-Wilerinnen und Starrkirch-Wiler von diesen Angeboten auch Gebrauch machen?

Und sie machte davon rege Gebrauch. Rund 1400 Personen zählten die Anbieterinnen und Anbieter in dieser Zeit.

Bleibt uns zu danken: den Anbieterinnen und Anbietern für ihre grosse Arbeit, der Einwohnergemeinde und der Baloise Bank SoBa für die finanzielle Unterstützung, Prof. Dr. med. Hugo Saner für seine motivierenden Beiträge und natürlich Ihnen, liebe Sportlerinnen und Sportler für Ihren Elan, das vielfältige Angebot zu nutzen.

Ihre Umweltkommission Starrkirch-Wil

 

Bewegung ist Herzenssache


Der Starrkirch-Wiler Kardiologe Hugo Saner über den Nutzen regelmässiger Bewegung. Drei Mal pro Woche 30 Minuten sind das Minimum.

Bewegung ist ein Bedürfnis des Körpers, dem häufig zu wenig Rechnung getragen wird. Der moderne Lebensstil ist geprägt von Passivität, sei es im Auto, im Büro, am Computer, vor dem Fernseher.
Doch Bewegungsmangel gehört zu den wichtigsten bekannten Gefahren für unsere Gesundheit, und er ist der meistverbreitete, beeinflussbare Risikofaktor.

Nur ein Drittel bewegt sich genug
Bewegungsmangel hat eine Person, die weniger als drei Mal pro Woche während mindestens 30 Minuten so aktiv ist, dass eine mässige Pulsbeschleunigung und Erwärmung des Körpers auftritt. An sich eine bescheidene Anforderung. Doch Untersuchungen zeigen: Nur ein Drittel der Bevölkerung erfüllt sie, ein Drittel der Bevölkerung bewegt sich zu wenig und ein Drittel praktisch gar nicht.
Sehr beunruhigend: Auch Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger. Sie sind übergewichtig, ihre schwache Muskulatur beeinträchtigt ihre Körperhaltung, und ihre motorische Geschicklichkeit ist wenig ausgebildet. Zu wenig Bewegung kombiniert mit unausgewogener Ernährung und Stress tragen dazu bei, dass sich die Gesundheit unserer Kinder stetig verschlechtert. Wir müssen den Kindern wieder Herausforderungen geben sowie Möglichkeiten, die Bewegung in den Alltag zu integrieren: auf dem Weg zur Schule, auf dem Pausenplatz, nach dem Unterricht. Auch im Projekt «Starrkirch-Wil bewegt sich» hat es Angebote für Kinder und Jugendliche, die ich sehr empfehlen möchte.

Was Sie mit zu wenig Bewegung alles riskieren
Wer körperlich inaktiv ist, setzt sich erhöhten Krankheitsrisiken aus. Dazu gehören Gefässerkrankungen wie Angina pectoris, arterielle Verschlusskrankheiten, Herzinfarkt und Hirnschlag, aber auch Zuckerkrankheit, gewisse Krebserkrankungen (zum Beispiel Dickdarmkrebs), Gelenkserkrankungen (Arthrose), Knochenabbau (Osteoporose) und Übergewicht.

Körperliche Bewegung hat nur Vorteile
  • Arteriosklerotische Gefässveränderungen (Plaques und Verengungen) können sich zurückbilden.
  • Ihr Blutdruck und die Cholesterinwerte verbessern sich.
  • Ihr Körpergewicht bleibt im Normalbereich; falls Sie übergewichtig sind, können Sie ihr Gewicht reduzieren.
  • Die Fliesseigenschaften des Blutes verbessern sich - damit sinkt Ihr Thrombose- und Embolierisiko.
  • Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit nehmen zu.
  • Wenn Sie schon älter sind, beugen Sie durch regelmässiges Training Stürzen und Verletzungen vor.
  • Der Blutzucker sinkt und die Körperzellen können Insulin besser verarbeiten. Das ist sehr wichtig wenn Sie zuckerkrank sind.
  • Ihr Immunsystem wird gestärkt. Sie sind weniger anfällig für Erkältungen und andere Erkrankungen.
  • Sie fühlen sich wohler, ausgeglichener und haben weniger depressive Verstimmungen.
  • Bewegung wirkt entspannend, Sie werden besser schlafen.
  • Sie gewinnen neue Bekannte und Freunde.

Was Sie beim Training beachten sollten
Wenn Sie längere Zeit keinen oder wenig Sport getrieben haben, sich aber gesund fühlen und nicht über 40 Jahre alt sind, können Sie sofort mit leichtem Training beginnen und den Trainingsumfang langsam steigern. Als Grundregel gilt, dass ein leichtes Wärmegefühl und eine Erhöhung des Pulses erwünscht sind. Beim Joggen oder Walken sollten Sie in der Lage sein, noch mit jemandem zu reden. Kommen Sie ausser Atem, ist die Intensität des Trainings zu hoch.

Sprechen Sie vor Beginn des Trainings mit ihrem Arzt, wenn Sie noch nie Sport getrieben haben, über 40 Jahre alt sind oder unter Atembeschwerden, an einer Herz- oder einer Gelenkerkrankung leiden.